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Zum Jahreswechsel ist das neue Apotheken-Notdienstsystem in ganz Westfalen-Lippe ans Netz gegangen. Aus 95 isolierten Notdienstkreisen ist nun ein flächendeckendes Notdienstnetz für den gesamten Landesteil geworden. „Mit unserem neuen System konnten wir die Auswirkungen von Apothekenschließungen auf eine flächendeckende Versorgung im Nacht und Notdienst abfedern“, sagt Apothekerin Stefanie Werner von der Spitzweg-Apotheke.
Das sei umso wichtiger, als die Zahl der Apotheken kontinuierlich sinke. Derzeit liege sie in Westfalen-Lippe bei 2.198 – dem niedrigsten Wert seit fast 25 Jahren.
„Und diese Entwicklung setzt sich fort“, sagt die Pharmazeutin. Die Kunden und Patienten werden über die Neuerungen im Nacht- und Notdienst mit Aktionsplakaten, Postkarten und Notdienst-Kärtchen informiert.
Grundsätzlich gilt: „Die Einteilung des Notdienstes hat sich in einigen Regionen verändert, die durchschnittlichen Entfernungen zur nächsten dienstbereiten Apotheke sind aber stabil geblieben.“
Wie ist der Notdienst verteilt?
Die 95 historisch gewachsenen Notdienstbezirke wurden durch ein IT-gestütztes Gesamtsystem ersetzt, das alle Apotheken in Westfalen-Lippe berücksichtigt.
„Über Westfalen-Lippe wurde ein vollständiges Notdienstnetz gespannt“, betont Stefanie Werner. „Vom Standort des Patienten aus erfolgt der Blick auf die nächste Notdienstapotheke standortbezogen aus der Vogelperspektive – in alle Himmelsrichtungen.“
Welche Vorteile bietet das neue Notdienstnetz?
Mit dem neuen Notdienstsystem verteilt sich die Notdienstbelastung künftig gleichmäßiger – bei einer optimalen Flächenabdeckung. Die Schere zwischen Stadt-Apotheken (wenige Notdienste bei erhöhter Patientenzahl) und Land-Apotheken (viele Notdienste bei vergleichsweise wenigen Patienten) verkleinert sich damit deutlich.
Was ändert sich für den Patienten?
Bisher wurden dem Patienten bei der Notdienstsuche nur Apotheken in seinem Notdienstbezirk angezeigt, selbst wenn diese am anderen Ende der Stadt lagen. Ein Beispiel: „Wenn man am Stadtrand wohnt, ist es oftmals kürzer, in den Nachbarort zu fahren, als einmal kreuz und quer durch die gesamte Innenstadt. Es werden nun immer die bis zu vier nächstgelegenen diensthabenden Apotheken angezeigt: via Internet, Smartphone und Telefon. Aus dem Festnetz ist rund um die Uhr die kostenlose Info-Nummer 0800 00 22 8 33 erreichbar, per Mobiltelefon die Rufnummer 22 8 33 (69 Cent/Minute) und im Internet finden sich alle Informationen unter www.akwl.de. Außerdem steht eine entsprechende „App“ für iPhones und Android-Handys im Appstore bzw. im Android-Market bereit.
Etwa 60 Prozent der Besucher im Nacht- und Notdienst kommen ohne Rezept - meist sind es Eltern, die für ihre Kinder zum Beispiel Fieberzäpfchen, Hustensaft oder Arzneimittel gegen Durchfall benötigen.
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Autor: Pressedienst Eingestellt am: 22. Februar 2012, 08:51 Uhr Eingestellt unter: Aktuell |
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| Abgedruckt in: Stadtjournal Emsdetten, Ausgabe 4 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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