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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – so lautet das Sprichwort, das jeder kennt und das die Mitglieder des Fotoclub Creativ wohl sofort unterschreiben würden. Denn schließlich sind sie immer auf der Suche nach einem beeindruckenden Motiv, einer speziellen Situationen oder einem magischen Moment, den sie mit ihren Kameras festhalten können. Und da muss der Betrachter in dem Foto tatsächlich die Aussage sofort erkennen können. „Wenn ich ein Bild erst erklären muss, habe ich etwas falsch gemacht“, sagt Elke Hülskötter deutlich.
Die Vorsitzende des Fotoclubs hat ganz klare Vorstellungen von einem guten Bild: Es muss natürlich technisch einwandfrei, also scharf, sein und man muss jemand anderen damit etwas mitteilen können. Natürlich dürfe dabei die subjektive Empfindung nicht vernachlässigt werden. Jeder habe bestimmte Vorlieben. Das gilt auch für die Schwerpunkte der Fotoarbeiten. Hülskötter persönlich fotografiert gerne Raubkatzen, Greifvögel und Tierporträts im Allgemeinen. „Die Augen und die Gesichter faszinieren mich.“ Für das perfekte Bild fotografiere sie so lange, bis alles so sei, wie sie es sich vorgestellt habe. „Manchmal muss man auf eine ganz bestimmte Lichtstimmung warten und zur Not muss man auch noch ein viertes Mal hinlaufen, denn das gleiche Motiv kann immer wieder anders aussehen je nachdem, ob man es in der Sonne, im Nebel oder in der Dämmerung ablichtet.“
„Wir sind ambitionierte Amateure“, beschreibt die Vorsitzende die Mitglieder des Vereins, der 1992 von Dieter und Hans Harbig, Alfons Hölscher und Manfred Linnenbaum gegründet wurde. Die Fotofreunde sind ein ganz gemischtes Klientel: „Wir haben in letzter Zeit ein paar junge Mitglieder dazu gewonnen“, freut sie sich insbesondere über den gesicherten Nachwuchs. Somit ist das jüngste Clubmitglied 16, das älteste 72 und alle lernen voneinander. Die meisten fotografieren digital, einige aber auch noch analog. Nicht jeder hat eine Spiegelreflexkamera, sondern manche auch nur eine Kompaktkamera. „Das ist kein Problem. Ob man ein gutes Foto macht, hängt ja nicht von der Qualität der Kamera ab, sondern es kommt auf den an, der hinten durchguckt“, meint die Vorsitzende. Ein wesentliches Thema sei aber auch die Nachbearbeitung der Bilder am Computer, wo Bilder optimiert werden.
Jedes Mitglied hat seine Schwerpunkte. Manche beschäftigen sich nur mit Menschen, andere hauptsächlich mit Architektur oder Landschaften. Der Verein unternimmt von Zeit zu Zeit gemeinsam Fotoausflüge zum Beispiel zum Zoo nach Münster, aber auch größere Touren nach Amsterdam oder Brüssel. Doch nicht immer zieht der ganze Club los, sondern auch in kleinen Gruppen werden Fotoausflüge unternommen. „Es ist faszinierend, dass wenn wir als Gruppe zum gleichen Ort fahren, jeder trotzdem hinterher ganz andere Motive hat. Keins gleicht dem anderen.“ Das zeige laut Hülskötter, dass man sich eben auf verschiedenen Wegen dem Motiv nähern könne.
Die Ergebnisse werden bei den monatlichen Treffen vorgeführt. Dabei zeigen die Mitglieder einzelne Bilder, über die dann gesprochen wird. „Man holt sich Anregungen und hilft sich gegenseitig weiter“, so Hülskötter. Männer tauschen sich gerne über Technik aus, Frauen eher über das Motiv. Aber man lerne immer ganz viel dazu. „Wir möchten allen, die Spaß am fotografieren haben, eine Plattform bieten, aber man sollte auch Kritik zulassen können, denn man kann immer noch etwas verbessern.“ Der Fotoclub macht Interessierten das Angebot, dass sie dreimal reinschnuppern können, ohne den Mitgliedsbeitrag zu zahlen.
Der Fotoclub hat immer ein Jahr lang ein Thema, zu dem fotografiert wird. Im Dezember werden dann die besten Bilder von einer Jury, bestehend aus Mitgliedern von befreundeten Fotoclubs aus Mettingen oder aus den Partnerstädten Hengelo und Chojnice, ausgewählt. 2011 war das Thema „Vergängliches“, zu dem alle Mitglieder Beiträge eingereicht haben. Am besten gefiel der Jury das Werk von Alfons Hölscher. Weitere Themen waren schon „Die Ems“ oder „Bewegung“. Für 2012 legen sich alle Fotofreunde zum Thema „In der Nacht“ auf die Lauer nach einem tollen Motiv. Am Anfang eines jeden Jahres werden die besten Arbeiten zum Vorjahresthema in einer Ausstellung gezeigt. Die schönsten Motive zum Thema „Vergängliches“ werden ab dem 25. Februar im Rathaus zu sehen sein. Eröffnung ist um 11.00 Uhr, besuchen kann man die Ausstellung bis zum 5. April. Mit den befreundeten Fotoclubs aus Hengelo oder Chojnice wird meist im Herbst eine weitere Ausstellung gezeigt. Auch gemeinsame Fototouren wurden schon unternommen.
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Autor: Daniela Lepper Eingestellt am: 22. Februar 2012, 08:22 Uhr Eingestellt unter: Hobby & Verein |
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| Abgedruckt in: Stadtjournal Emsdetten, Ausgabe 4 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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