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Nach dem Ausscheiden aus dem Amt bin ich wieder als Unternehmensberater und vereidigter Sachverständiger im gesamten Bundesgebiet tätig. Verheiratet bin ich mit einer Lehrerin der Ernst-Klee-Schule. Zwei Enkeljungen halten mich gelegentlich auf Trapp. Ehrenamtlich bin ich einer der stellvertretenden Ortsvorsitzenden des VdK Mettingen, engagiere mich im Sozial Punkt Mettingen und referiere gelegentlich in diversen Schulen zum Thema „Schuldenprävention“.
Was ist Ihnen persönlich ganz besonders wichtig in Ihrem Leben? Bei meiner vergleichsweise kleinen Familie steht das Wohlergehen aller Familienmitglieder natürlich im Vordergrund. Mir liegt aber auch viel an einem einvernehmlichen Miteinander und Zusammenleben mit dem gesamten Umfeld.
Welche Eigenschaften schätzen Sie an Menschen/Ihren Freunden? Das hohe berufliche und ehrenamtliche Engagement bei Verzicht auf Freizeit und Entlohnung hat bei mir einen hohen Stellenwert. Aber auch Pflichtbewusstsein und Disziplin sind für mich Eigenschaften, die ich bei den Menschen gerne sehe und einfordere. Disziplin schafft Wohlstand, aber Wohlstand zerstört auch Disziplin.
Was bringt Sie in Rage, beruflich und privat? Arroganz und übertriebener Egoismus stoßen bei mir ganz übel auf; Ungerechtigkeit und Unehrlichkeit sind mir zuwider. Wenn solche Menschen damit auch noch weiterkommen, ärgert mich das ganz besonders.
Gibt es Kindheitserinnerungen, an die Sie gerne zurückdenken? Da gäbe es viel zu berichten. Als Internatsschüler hat man natürlich viel ausgeheckt: Im Winter um Mitternacht durch ein Loch im Zaun ausgebüxt, um auf dem zugefrorenen Charlottensee Schlittschuh zu laufen. Oder dem Lehrer einen nassen Schwamm auf den Stuhl gelegt, auf den er sich setzte.
Womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit sehr gerne, bzw. nicht so gerne? Meine Freizeit ist überaus knapp bemessen. Im Sommer halte ich mich am liebsten im Garten auf, um dort die anfallenden Arbeiten zu erledigen. Weniger begeistert bin ich, wenn mich meine Frau am Sonntag zum Spaziergang auffordert. Einen großen Teil meiner Freizeit verbringe ich aber mit dem Lesen von Fachzeitschriften.
Was wollten Sie schon immer einmal machen, haben es aber bisher noch nicht geschafft? Die immer wieder beiseite geschobenen Aufräumarbeiten im Haus und im Büro liegen mir schwer im Magen – und das nervt schon. Nur keiner will mir das abnehmen, dabei könnte soviel einfach weggeworfen werden.
Was ist Ihre größte Schwäche? Was ist Ihre stärkste „Stärke“? Das kann meine Frau viel besser beurteilen. Sie gibt mir häufiger zu verstehen, dass mein Drang, Dinge zu perfektionieren, nervenzehrend ist. Andererseits lobt sie hin und wieder mein organisatorisches Talent.
Mit wem würden Sie gerne einen Abend verbringen und warum? Nachdem ich das Buch von Jürgen Todenhöfer „Teile dein Glück“ gelesen habe und ursprünglich von einem ganz anderen Inhalt ausgegangen bin, macht mich diese Person auch wegen seiner politischen Vergangenheit neugierig. Ich würde gerne in Erfahrung bringen, warum er als eigentlich erfolgreicher Politiker sich mittlerweile mit ganz anderen Dingen beschäftigt.
Sie haben die Möglichkeit, eine Woche ein anderes Berufsbild kennen zu lernen. Wo würden Sie dieses Praktikum machen wollen? Mein Berufsleben war und ist äußert abwechselungsreich, spannend und manchmal auch aufregend. Regelmäßig in anderen Unternehmen neuen Herausforderungen ausgesetzt zu sein ist schon etwas Besonderes. Ich glaube, dass ich Glück mit meiner Berufswahl hatte – ich vermisse nichts.
Wenn Sie einen Tag in Deutschland regieren sollten, was würden Sie als Erstes tun? Wir leben in einem Wohlfahrtsstaat und uns geht es vergleichsweise gut. Wenn alles so bleibt wie bisher, würde ich nicht viel ändern wollen, habe aber eine Forderung an unsere Parlamentarier: Sie sollten ihrer Verpflichtung dem Volke gegenüber nachkommen und grundsätzlich über Parteigrenzen hinweg nur nach ihrem Gewissen entscheiden.
METTINGEN – Was würden Sie ändern? Berufsbedingt beschäftige ich mich regelmäßig mit Kaufkraftkennziffern, Umsatzkennziffern und Standortfragen. Bei einem Vergleich der Entwicklungen der letzten Jahre sind die Daten von Mettingen nicht überzeugend. Das kann sicher nur durch Neuansiedlungen verändert werden. Mir fehlt bei den vielen Leerständen, die u. U. durch Schlecker und Ihr Platz noch vergrößert werden, ein aktives Leerstandsmanagement bei der Gemeinde.
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Autor: Pressedienst Eingestellt am: 17. Februar 2012, 14:08 Uhr Eingestellt unter: Interview |
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| Abgedruckt in: Marktplatz Mettingen, Ausgabe 12 Alle Artikel aus dieser Ausgabe | |
| Abgedruckt in: TL-Magazin, Ausgabe 8 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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