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(djd). Von der Haftpflicht- über die Hausrat- bis zur Risikolebensversicherung: Versicherungen begleiten oft ein Leben lang. Einmal abgeschlossen, verschwindet der Versicherungsschein bei vielen im Schrank und wird erst wieder herausgesucht, wenn ein Schadenfall eingetreten ist. Experten raten jedoch, mindestens einmal im Jahr seine Policen zu überprüfen.
Denn wer Änderungen der Lebenssituation nicht mitteilt, gefährdet unter Umständen seinen Versicherungsschutz. Manchmal lässt sich durch das Anpassen von Versicherungsverträgen auch Geld sparen.
Veränderte Lebenssituation - veränderter Absicherungsbedarf
Ob Umzug, Jobwechsel, Autokauf, Nachwuchs oder Ruhestand - in einem Jahr kann viel passieren. "Dass Änderungen der Lebenssituation zu einem neuen Absicherungsbedarf führen können, haben viele nicht im Blick", sagt Dr. Claus Hunold, Versicherungsexperte von Axa. Wer nicht selbst alle Unterlagen überprüfen möchte, sollte sich mit einem Versicherungsexperten zusammensetzen. Im persönlichen Gespräch kann der Fachmann auf individuelle Feinheiten eingehen und helfen, offene Fragen zu klären und Lücken im Versicherungsschutz zu schließen. Damit der Versicherungsschutz immer auf dem aktuellsten Stand ist, gehen manche Versicherungen auch aktiv auf ihre Kunden zu: "Wir schreiben unsere Kunden im Tarif BOXplus zum Beispiel einmal im Jahr an und erinnern sie an mögliche Änderungen. Kunden mit einer Riester-Rente erinnern wir an noch nicht beantragte Zulagen", so Hunold.
Ein Check der folgenden Versicherungen kann lohnenswert sein:
- Eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Sie bietet Versicherungsschutz bei Personen-, Sach- und in den meisten Fällen auch Vermögensschäden, die man anderen zufügt. Nur eine Police ist nötig, wenn zwei Lebenspartner zusammenziehen oder heiraten - das spart Geld. Der jüngere Vertrag wird dabei in der Regel aufgehoben und der Partner in den anderen eingeschlossen. Wer eine ältere Police hat, sollte prüfen, ob sie auch eine sogenannte Forderungsausfalldeckung beinhaltet. "Sie springt ein, wenn der Schadenverursacher keine eigene Haftpflichtversicherung hat und die finanziellen Mittel nicht aufbringen kann, um den Schaden zu begleichen", erläutert Hunold.
- Auch bei der Hausratversicherung gilt: Verfügen zwei Lebenspartner über eigene Policen und beziehen eine gemeinsame Wohnung, können die beiden Verträge zusammengelegt werden. Um den Versicherungsschutz bei einem Umzug nicht zu verlieren, sollte man seinem Hausratversicherer die neue Anschrift schnellstmöglich mitteilen. Vergrößert sich die Wohnfläche, so sollte auch die Versicherung mitwachsen.
- Kündigen lässt sich die Kfz-Versicherung in der Regel zum "klassischen" Stichtag 30. November. Ändern sich Merkmale zur Beitragsberechnung, wird der Beitrag allerdings auch während des Jahres angepasst. So muss der Versicherer zum Beispiel sogar informiert werden, wenn sich die Anzahl der gefahrenen Kilometer verändert hat oder wenn aus dem Parkplatz an der Straße ein Garagenstellplatz geworden ist. Häufig sinkt der Beitrag dann. "Sparen kann man vor allem auch dann, wenn beispielsweise Kinder, die bisher im Haushalt gewohnt haben, das Fahrzeug nicht mehr nutzen", erläutert Hunold.
- Auch die Unfallversicherung sollte man gut im Auge behalten. Die meisten Unfälle gehen zwar glimpflich aus, wenn jedoch dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen die Folgen sind, ist nicht nur mit gesundheitlichen, sondern auch mit finanziellen Konsequenzen zu rechnen. Hunold: "Bei der Unfallversicherung sollte man deshalb darauf achten, dass beispielsweise die Leistung bei Invalidität zum aktuellen Lebensstandard des Versicherten passt und dass Kinder bis zu einem Jahr direkt beitragsfrei mitversichert sind." Dies sei, so Hunold, häufig in der Familien-Police der Fall.
- Eine Risikolebensversicherung sichert Angehörige für den Todesfall finanziell ab. Denn stirbt der Hauptverdiener, ist die Familie finanziell auf sich allein gestellt. Auch hier sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Versicherungssumme noch zu den Lebensumständen passt. "Die Summe sollte beispielsweise hoch genug sein, um ein neues Eigenheim auch bei Wegfall eines Haupteinkommens weiter finanzieren zu können", rät Hunold.
- Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte regelmäßig der Absicherungsbedarf überprüft und bei einer Heirat, der Geburt von Kindern, dem Erwerb einer Immobilie oder einer Gehaltserhöhung gegebenenfalls nachjustiert werden. Hunold: "Die Summe, die bei einer Berufsunfähigkeit ausgezahlt wird, sollte möglichst den neuen Gegebenheiten angepasst sein."
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Autor: djd Eingestellt am: 14. Februar 2012, 19:06 Uhr Eingestellt unter: Geld & Versicherung |
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