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Und: fünf, vier, drei, zwei, eins – Los! Was dann passiert steht in keinem Drehbuch und auch die Schauspieler haben keinen blassen Schimmer was sie auf der Bühne erwartet. Die Zuschauer werfen Stichworte in den Raum und die Akteure beginnen ihre Phantasie spielen zu lassen, werden kreativ und ganz spontan entwickeln sich Szenen und Geschichten, von denen vor einer Minute noch niemand wusste das es sie gab. Das ist Impro-Theater!
Doch alles der Reihe nach; Theater bedeutet, und das weiß jeder: mehr oder weniger talentierte Menschen lernen einen Text, stellen sich auf die Bühne und fangen an zu spielen. Unzählige Male werden die einzelnen Szenen geprobt bis Mimik, Gestik und das Licht zueinander und zum Text passen. Der Regisseur gibt Anweisungen, die Bühnenbildner haben einen passenden Hintergrund angefertigt und die Kostümbildner haben wunderschöne, aufwendige und manchmal auf aufreizende Gewänder geschneidert. Beim Impro-Theater ist das anders.
Die Schauspieler brauchen keine Bühne, keine Requisiten und auch keine Verkleidung – all das würde zu sehr von der Handlung ablenken, denn: das Spiel steht im Vordergrund und nicht die Akteure. Die Zuschauer werden durch Situationskomik unterhalten und nicht durch gestylte Dialoge, Spannung wird erzeugt durch Tonfall und Blicke und nicht durch Hintergrundmusik und vorgefertigte Handlungsfolgen.
Doch auch was improvisiert ist muss „Hand und Fuß“ haben und ist nicht einfach so aus dem Handgelenk zu schütteln. Und so dauerte es auch einige Zeit, bis die sechs „Improvisionisten“ von „Hals über Kopf“ mit ihrem ersten Auftritt ins Rampenlicht starteten und nun die Bretter die die Welt bedeuten erobern wollen. Zum Team gehören neben Nina Wierzbitza, Patric Sohrt und Volker Hüntemeyer auch Christof Hergemöller, Klemens Hergemöller und Rainer Möller. Sie alle haben schon „Impro-Erfahrung“ und sind vielen Ibbenbürenern von vorherigen Auftritten bekannt. Durchschnittlich zweimal im Monat treffen sie sich und bereiten sich auf ihre Auftritte vor. Dazu gehört zunächst einmal: „den Kopf freibekommen vom Alltag. Das geht am besten durch lautes singen, tanzen oder schnelle Reaktionsspiele. Angst vor Blamagen darf man da nicht haben“, erklärt Rainer Möller. Er selbst hat vor gut zehn Jahren zum ersten Mal Impro-Theater gesehen und war sofort fasziniert. So oder so ähnlich ist es auch seinen Mitstreitern ergangen und so haben sie sich entschlossen mit „Hals über Kopf“ neue und vor allem eigene Wege zu gehen. Hierbei stehen ihnen viele unterschiedliche Spielformen der Improvisation zur Verfügung. Hierbei ist der Wechsel innerhalb einer Geschichte in verschiedenen Genres wie Western, Soap-Opera, Action- oder auch Horrorfilm auch beim Publikum immer sehr beliebt. Eine echte Herausforderung für die Schauspieler ist immer auch der der Wechsel zwischen gesprochenen Texten und gesungenen. Mitten in einer Szene ruft ein Schauspieler: „Das klingt nach einem Lied!“, und schon müssen die nächsten Sätze gesungen werden. Doc hauch schräge Töne können unterhalten und so sind den Ideen keine Grenzen gesetzt. Die Shows lassen viel Freiraum zum Experimentieren und dienen auch der Erprobung neuer Spielkonzepte. Über den Abend verteilt wird dem Publikum so eine Vielzahl verschiedenster Szenen präsentiert.
Wenn Sie nun Lust bekommen haben, einmal selbst zu erleben was Improvisation bedeutet, die Akteure mit passenden Zwischenrufen aus der Reserve locken und sich herrlich entspannen wollen, dann sind Sie am 2. und 3. März um 20.00 Uhr in der Alten Sparkasse goldrichtig. Karten gibt es für 12 Euro bzw. 10 Euro für Zuschauer unter 18 Jahren beim Stadtmarketing Ibbenbüren und unter www.halsueberkopf-impro.de. Wer am Aufführungstag seinen 18. Geburtstag feiert, hat freien Eintritt.
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Autor: Petra Wall Eingestellt am: 8. Februar 2012, 16:29 Uhr Eingestellt unter: Aktuell |
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| Abgedruckt in: Stadtjournal Ibbenbüren, Ausgabe 15 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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