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Was in Deutschlands Hauptstadt abgeht, überschreibt die touristische Werbung mit vieldeutiger Anmache: „Hier steppt der Bär!“ Daraus etwa zu schlussfolgern, dass in der gern als Spree-Athen bezeichneten Metropole neuerdings ansatzweise vielleicht auch griechische Verhältnisse beim Geldumlauf anzutreffen seien, wäre grundfalsch.
Finanzpolitisch jedenfalls herrschen an der Spree noch immer deutsche Zucht und Ordnung. Öfter jedenfalls. Dafür gibt es Beweise. Beispiel: Auf die Befreiung von Abgaben können nicht einmal Berliner Polizisten im Dienst hoffen. Wollen sie ihren Streifenwagen im Stadtgebiet parken, haben sie eine Parklücke zu finden, am nächstgelegenen Parkautomaten brav entsprechende Münzen einzuwerfen, ein Ticket zu ziehen und es gut sichtbar im Dienstwagen zu deponieren. Dann erst kann sich eine Streifenwagenbesatzung zu Fuß dorthin begeben, wo etwa in einer Angelegenheit zu ermitteln oder Hilfe zu leisten ist. Bei der polizeilichen Fütterung der Berliner Parkautomaten bleibt im Verborgenen, dass die Stadtkasse von solcher Münzspende in keiner Weise profitiert. Der Polizei wird auf schriftlichen Antrag gegen Vorlage der Parktickets Kostenrückerstattung gewährt. Mit jedem Abrechungsvorgang seien dann jeweils zwei, drei Mitarbeiter beschäftigt, gab jetzt ein Ordnungshüter vor laufender Fernsehkamera zum Besten. Man könnte sich lustig machen über den Parkscheinzwang auch für Streifenwagen der Berliner Polizei und die anschließende Rückvergütung. Bürokratie aber kostet immer auch Geld. Geld, das Berlin schon lange nicht mehr hat. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)
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Autor: Auto-Reporter.net Eingestellt am: 29. November 2011, 14:28 Uhr Eingestellt unter: Meinung |
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