PDF, 4,86 MB
„Es ist doch noch etwas früh um über die Sternsinger zu berichten!“ werden Sie jetzt sicherlich denken, steht doch erst noch die ganze Adventszeit, der Besuch des Nikolaus und des Christkindes vor der Tür. Und erst am 6. Januar 2012 ist der „Drei Königstag“. Doch die Erlöse dieser alljährlich stattfindenden Aktion werden das ganze Jahr über an verschiedenste Projekte verteilt.
Deutschlandweit sind es mehr als eine halbe Millionen Kinder und ca. 80.000 Betreuer, die sich alljährlich auf den Weg machten, um als Sternsinger für Kinder in Not zu sammeln. Mit goldenen Kronen, farbenprächtigen Umhängen und einem großen Stern ziehen sie durch die Straßen und klingeln an jeder Haustür. Auch in Emsdetten kann man die farbenfroh gekleideten Kinder bei der Sammlung entdecken. Kalte Füße oder kalte Ohren sind für sie kein Grund nicht loszuziehen. Neben der Spendendose haben Sie meistens auch einen kleinen Jutebeutel dabei, da viele Menschen nicht nur ein Herz für die Not der Kinder in der Welt, sondern auch für die eifrigen Sternsinger haben. So manche Apfelsine oder Süßigkeit findet den Weg in den Beutel. Bei besonders kalten Wetter freuen sich die Jungen und Mädchen auch über einen warmen Kakao oder Tee.
„Seht den Stern, den wir euch bringen, seht den Glanz der heil’gen Nacht, hört die Botschaft, die wir singen, weil sie frei und fröhlich macht!“ so beginnt ihr Lied und die meisten Menschen öffnen gerne die Türen und Geldbeutel. Allein im vergangenen Jahr wurden im Bistum Münster rund 2,8 Mio Euro in den 571 Gemeinden gesammelt. Bundesweit sind die Zahlen noch beeindruckender: 41,8 Millionen Euro an Spendengeldern. 11.622 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten hatten sich beteiligt. Mehr als 2.600 Projekte für Not leidende Kinder in weltweit 110 Ländern können die Sternsinger jährlich unterstützen.
Zuvor findet in jeder Gemeinde ein Aussendegottesdienst statt, in dem den Pfarrer die Sterne und Kreide segnet. Mit der Kreide schreiben die Sternsinger traditionell den Segensspruch C + M + B und die jeweilige Jahreszahl an die Haustüren. Hierbei handelt es sich nicht um die Anfangsbuchstaben der drei Weisen sondern es sind die Anfangsbuchstaben für das lateinische „Christus Mansionem Benedicat“ was übersetzt „Christus segne dieses Haus“ heißt.
Die Aktion Dreikönigssingen wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).
Das Gedicht der Sternsinger
Seht den Stern, den wir euch bringen,
seht den Glanz der heilgen Nacht,
hört die Botschaft, die wir singen,
weil sie frei und fröhlich macht!
Als am hohen Himmelsbogen
dieser fremde Stern erschien,
kamen wir von fern gezogen,
suchten und erforschten ihn.
Unser Herz war voller Sehnen,
freundlich lockte uns das Licht;
Stürme, Räuber und Hyänen,
Durst und Hunger schreckten nicht.
Und die Sehnsucht wurde größer,
die der kleine Stern entfacht,
stärker als die Pracht der Schlösser,
als der Reichtum und die Macht.
Einen Königssohn verhieß er,
der ein Friedensreich beginnt;
in das Land Judäa wies er,
und wir suchten nach dem Kind.
Doch Herodes, den wir fragten,
der ein böser König war,
glaubte nicht, was wir ihm sagten,
sah nur Aufruhr und Gefahr.
Da erschien der Stern uns wieder;
dafür war Herodes blind.
Überm Stalle ging er nieder,
und wir knieten vor dem Kind.
Weihrauch, Gold und Myrrhe gaben
wir für seine Armut her.
Doch was wir empfangen haben,
das war unvergleichlich mehr.
Selig sind bei Gott die Armen
und die sich um Frieden mühn,
selig die, die sich erbarmen;
reine Herzen schauen ihn.
Die ihr eignes Kreuz annehmen,
auch vom Nächsten einen Teil,
und der Hoffnung sich nicht schämen:
sie erfahren Gottes Heil.
Das hat still und ohne Worte
uns das Kind im Stall gelehrt.
Und wir ziehn von Ort zu Orte,
dass man überall es hört.
Dies ruft unser Namenszeichen
überm neuen Jahre aus:
Mögt ihr nicht Herodes gleichen;
Christus segne dieses Haus!
Nur wer segnet, wird gesegnet,
und wer hingibt, der empfängt.
Wer dem Kind im Stall begegnet,
wird beschenkt, indem er schenkt.
Kinder ohne Heim und Essen,
auf der Flucht und in Gefahr
bitten, sie nicht zu vergessen,
weil wie sie auch Christus war.
|
Autor: Pressedienst Eingestellt am: 21. November 2011, 15:20 Uhr Eingestellt unter: Hobby & Verein |
|---|---|
| Abgedruckt in: Stadtjournal Emsdetten, Ausgabe 3 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
Unsere Stadtmagazine
Dorfgespräch Recke |
Stadtjournal Ibbenbüren Stadtmagazin Haushaltsverteilung |
Service für Sie im Netz aktuelle Nachrichten |
Kunden-Internetseiten
VITA - Patientenmagazin |
OnlinemarketingWerbung schalten BranchenLexikon Anzeigenpreise |
