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Ob Mäuse, Molche oder Meisen, der Nabu hilft allen Tieren und möchte insbesondere dazu beitragen, dass deren Lebensraum erhalten und noch weiterer neu geschaffen wird.
Unser Anliegen ist es, die Natur in ihrer Schönheit zu erhalten und möglichst noch weitere neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen“, formuliert Ortsgruppen-Leiter Ulrich Antons das Ziel der über 300 Mitglieder der Ortsgruppe Neuenkirchen-Wettringen. Zudem sollen die Leute für den Naturschutz begeistert werden.
Ulrich Antons beschäftigte sich schon vor über 35 Jahren mit dem Naturschutz, noch lange bevor sich die Naturschutzgruppe gründete. Gemeinsam mit zwei bis drei Gleichgesinnten schnitt er regelmäßig Kopfweiden, damit diese nicht brechen, und veranstaltete ornithologische Führungen. „Dort sah ich mit der Zeit immer wieder die gleichen Gesichter“, erinnert er sich. Diese fanden sich nach und nach mit weiteren Personen aus Ochtrup, Wettringen, Neuenkirchen und Rheine zu einer Ortsgruppe in Rheine zusammen. Mit der Zeit kamen immer mehr Neuenkirchener hinzu. Vor fünf Jahren schoss man sich zur Ortsgruppe Neuenkirchen-Wettringen zusammen. Jeden zweiten Dienstag im Monat findet ein Gruppentreffen statt. Im Winter werden Vorträge über bestimmte Arten gehalten oder Naturfotografien gezeigt. Im Sommer geht es mit dem Fahrrad raus in die Natur.
„300 Mitglieder sind wir, aber wirklich aktiv sind etwa 25.“ Sie setzen sich für viele verschiedene Aktionen ein. „Wir haben das Glück, dass wir besonders breit gefächert sind und Fachleute in unterschiedlichen Bereichen haben“, freut sich Antons. Heinz Fröhlich beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Eulen- und Greifvogelschutz. „Er hat Falkenkästen im Kirchturm von St. Anna aufgehängt und baut in riesigen Mengen Steinkauzröhren und Schleiereulenkästen“, lobt Antons den Mitstreiter. Jürgen Wiesmann hat das Uferschwalben-Projekt am Offlumer See initiiert, wo mit Unterstützung der Gemeinde Steilwände geschaffen wurden, die die Uferschwalben zum Brüten benötigen. „In diesem Jahr hatten wir eine richtig tolle Brutkolonie“, freut sich der Ortsgruppenleiter. „Ohne dieses Projekt würde es in Neuenkirchen keine Uferschwalben mehr geben.“ Gemeinsam mit dem Kreis-Nabu nehmen die Neuenkirchener laut Antons stets mit der größten Zahl an Hilfskräften an den Arbeitseinsätzen, u. a. im Emsdettener Venn teil. „Da wird dann richtig Knochenarbeit gemacht, aber hinter gibt es auch eine Erbsensuppe zur Stärkung.“ Er selbst leitet im Frühjahr ornithologische Führungen, jeden ersten Sonntag im Monat einen Familienspaziergang, wo insbesondere Kinder eine Menge entdecken können und auch halbtägige Führungen, die über die Stadtgrenzen Neuenkirchens hinausführen. Der Teutoburger Wald, der Bentlager Wald oder das Moor waren schon Ziele.
Frank Sertic macht seit ein paar Monaten in loser Reihenfolge Veranstaltungen für Kinder. Zum Beispiel stellte er mit den Kleinen Kerzen aus Bienenwachs her und schaute sich Blätter, Äste oder Fliegen unter einem Mikrokop an. „Die Jungen und Mädchen waren ganz begeistert, was es da alles zu sehen gab, was sonst verborgen bleibt.“ Zum Beispiel hätten sich die Kinder gewundert, wie behaart ein Fliegenbein ist. Antons bedauert, dass viele Kinder immer weniger über Natur und Tiere wissen. „Viele Kinder, aber auch Erwachsene, können die Getreidesorten oder Bäume nicht mehr unterscheiden.“
Ein großes Projekt, auf das Antons heute noch sehr stolz ist, auch wenn es schon 28 Jahre zurückliegt, ist der Artenschutz auf gemeindeeigenen Ackerflächen. „Der Rat stimmte damals einstimmig dafür, dass wir Ackerflächen mit heimischen Sträuchern und Wildkräutern bepflanzen durften, die dann auch nicht gedüngt wurden.“ Generell unterstützt der Nabu die Anpflanzung von heimischen Pflanzen, denn die Blüten bieten Insekten Nahrung und die Früchte lassen sich Wespen, Vögel und Kleintiere schmecken. Daher plädiert die Umweltschutzorganisation dafür, ältere Bäume, die nur noch wenige Früchte tragen, nicht zu fällen, weil sie Höhlungen bilden, in denen Meisen nisten.
Die Nabu Ortsgruppe darf auch Stellungnahmen zu Umweltschutzauflagen bei Ratsbeschlüssen abgeben, wenn es zum Beispiel um den Straßenbau oder Industrieanlagenplanung geht. „Dadurch können wir Einfluss nehmen, dass die Natur nicht total platt gemacht wird.“
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Autor: Daniela Lepper Eingestellt am: 20. September 2011, 12:02 Uhr Eingestellt unter: Aktuell |
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| Abgedruckt in: Natürlich Neuenkirchen, Ausgabe 10 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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