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Noch vor wenigen Jahren sahen viele Fahrräder mit Elektromotor klobig und altbacken aus, gerade so als hätte sie ein Orthopäde den Radlern verschrieben. Entweder um das Knie der Patienten zu entlasten oder seinen Kreislauf nicht zu sehr auf Touren zu bringen. Das hat sich grundlegend geändert. Designer haben schnittige Modelle entworfen, und die Akkus sind kaum noch zu entdecken, sie stecken hinter Zusatzrahmen oder verschwinden ganz im Gepäckträger. Immer mehr Radfahrer auch jüngeren Alters steigen um – vom herkömmlichen Drahtesel hin zum E-Bike.
Mit dem E-Bike kann sich nun auch derjenige auf eine Radtour begeben, der sich mit dem alten Fahrrad nicht getraut hat 30, 40 oder gar 50 Kilometer zu radeln. Doch was tun, wenn sich unterwegs der Akku dem Ende neigt? Dann schnell an die Zapfsäule, doch wo gibt es denn welche?
Vorreiter in Sachen eMobility ist die Stadtwerke Emsdetten GmbH. Mit vorerst neun Stromtanksäulen hat sie rund um Emsdetten ein Fahrradnetz entwickelt, auf dem das eMobil sauber und umweltschonend mit 100 % Naturstrom betankt werden kann. Auf drei unterschiedlichen Routen, die eine Gesamtlänge von rd. 50 Kilometern haben, sind die neun Stromtankstellen aufgestellt worden.
Steuern Sie einfach die Partner-Gaststätten mit dem eMobility-Symbol an, genießen dort die Gastfreundschaft. Während Sie Sich bei Kaffee, Kuchen oder einem kühlen Bier stärken, tanken Sie ganz nebenbei den Akku Ihres Rades auf.
Sie finden die Stromtankstellen bei:
Westers Scheunencafe (Westum), Hausbrauerei und Restaurant Dieckmann (Isendorf), Waldhotel Schipp Hummert (Veltrup), Innenstadt, Altes Gasthaus Lanvers (Hembergen), Restaurant Zurmühlen (Hembergen), Zur Waldschänke (Bühlsand), Lintels Kotten (Hollingen) und Landgasthaus Budde-Heimann (Ahlintel).
Und wie funktioniert das mit dem Aufladen?
Ganz einfach – mit der eMobility-Card der Stadtwerke Emsdetten GmbH. Sie ist klein, handlich und energiegeladen. Für eine Schutzgebühr von fünf Euro können Sie die eMobility-Card im Kundencenter an der Moorbrückenstraße erwerben.
Und vor ORT?
Halten Sie einfach Ihre eMobility-Card vor das besonders gekennzeichnete Display der Stromtanksäule. Kurz darauf wird der Zugang zu einer der acht Schuko-Steckdosen freigegeben, an die Sie dann Ihr Fahrzeug anschließen und den Akku aufladen können.
INFO:
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Elektro-Fahrrädern. Zum einen gibt es die Ausführung mit Hilfsmotor, bei der der Radfahrer nicht noch zusätzlich in die Pedale treten muss. Zum anderen gibt es jene Variante, bei der der Motor die Tretkraft des Fahrers nur unterstützt – die sogenannten Pedelecs. „Pedelec" ist eine Wortneuschöpfung und steht für Pedal Electric Cycle, zu deutsch in etwa „Radfahren mit Tretunterstützung“.
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Autor: Petra Wall Eingestellt am: 15. Juli 2011, 10:15 Uhr Eingestellt unter: Reportage |
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