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Die Ludgeri-Hauptschule in Altenberge ist vorbildlich was die Berufsvorbereitung angeht. Die Schüler machen mehrere Praktika, Betriebsbesichtigungen, einen Kompetenz-Check, wo sich jeder über seine besonderen Fähigkeiten klar werden kann, es gibt eine monatliche Berufsberatung und alle zwei Jahre eine Ausbildungsbörse. Diese Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Schule findet am 26. November von 17.00 bis 19.30 Uhr statt. 48 Aussteller haben ihr Kommen zugesagt.
Die in den Medien propagierte, meist eher schlechte Meinung von Hauptschülern kennt Rektor Bernhard Westhues zur Genüge. Und es ärgert ihn. „Wir sind nicht die Rütli-Schule in Berlin und nicht alle Hauptschüler sind so, wie sie dort dargestellt werden“, sagt er mit Nachdruck. Mit diversen Maßnahmen hat es die Schule geschafft, dass im Jahr 2008 75 Prozent der Schulabgänger eine Ausbildungsstelle gefunden haben, viele andere sind weiter zur Schule gegangen. In den letzten beiden Jahren waren es aufgrund der Wirtschaftskrise zwar nur noch rund 50 Prozent, aber Westhues ist sich sicher, dass Lehrlinge in den nächsten Jahren knapper werden. „Jeder Hauptschüler wird gebraucht.“ Um seinen Schützlingen schon frühzeitig die Möglichkeit zu bieten, sich über einen Berufswunsch klar zu werden und Kontakt zu den heimischen Firmen mit Ausbildungsplätzen herzustellen, steht nun die Ausbildungsbörse „Top-Job“, die zum fünften Mal stattfindet, vor der Tür. Organisiert hat sie Westhues in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft und der Agentur für Arbeit. Ob Tischler, Elektroniker, Friseurin oder Einzelhandelskauffrau – knapp 50 Firmen, Institutionen und Schulen aus der Region haben ihr Kommen zugesagt und stellen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. „Das ist ein neuer Rekord“, freut sich Westhues. Die Job-Börse ist für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Schließlich profitieren sowohl die Betriebe als auch die Schüler davon.
Rektor Bernhard Westhues bezeichnet die alle zwei Jahre durchgeführte Ausbildungsmessn als Erfolgsgeschichte, die unbedingt fortgeschrieben werden muss. Er weiß, dass die Berufswahl für junge Menschen der entscheidende Schritt in ein erfolgreiches und erfüllendes Leben ist. Deshalb ist Westhues für die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen vor Ort sehr dankbar. Durch den guten Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben im Einzugsbereich der Schule haben viele Zehntklässler in den vergangenen Jahren zunächst einen Praktikums- und dann auch einen Ausbildungsplatz gefunden.
Christoph und Jutta Schleuter von der Werbegemeinschaft Altenberge haben sich erneut mit viel Engagement in die Vorbereitung der Ausbildungsbörse eingebracht, viele der Aussteller persönlich angesprochen und mit Erfolg die Firmen zur Teilnahme an der fünften Jobbörse eingeladen. Für den Unternehmer Schleuter ist klar: „Wir müssen den Jugendlichen Perspektiven bieten. Deshalb müssen die Firmen Lehrstellen schaffen und in die Ausbildung junger Menschen investieren. Nur so bekommen wir das passgenaue qualifizierte Personal, das die Betriebe benötigen. Denn die Jugendlichen sind unser späteres Kapital am Arbeitsmarkt und sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Firmen.“
Bürgermeister Jochen Paus wird die Jobbörse am 26. November um 17.00 Uhr eröffnen. „Die Ausbildungsbörse ist für die Jugendlichen eine hervorragende Plattform, beim Übergang von der Schule zum Beruf vielfältige Informationen zu sammeln und verschiedene Berufsbilder kennenzulernen.“ Der Bürgermeister ist sehr erfreut, dass sich die Wirtschaft vor Ort bei der Jobbörse 2010 wieder so stark in der Ludgerischule engagiert. Zwar könne die Messe den Schülern die Berufswahl nicht abnehmen. Doch von den Firmen bekämen sie zahlreiche Informationen und Materialien an die Hand, um eine gute Entscheidung treffen zu können.
Die Ausbildungsplatz-Börse richtet sich in erster Linie an die Ludgeri-Schüler der achten bis zehnten Klassen. Doch da die teilnehmenden Betriebe sehr daran interessiert sind, passende Auszubildende zu finden, sind alle interessierten Jugendlichen bei der Jobbörse willkommen. Zudem hat die Agentur für Arbeit Steinfurt alle Jugendlichen aus Altenberge, Laer, Nordwalde und Steinfurt angeschrieben, die bei der Berufsberatung als Bewerber für eine Ausbildungsstelle gemeldet sind und hat sie zum Besuch der Jobbörse eingeladen. (
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Autor: Daniela Lepper Eingestellt am: 15. November 2010, 08:29 Uhr Eingestellt unter: Aktuell |
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| Abgedruckt in: Wir Zwei, Ausgabe 6 Alle Artikel aus dieser Ausgabe |
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